Festakt zur 150-Jahr-Feier in Osterburken
Wenn man 150 Jahre alt wird dann darf man das durchaus feiern oder sich feiern lassen. So geschehen beim Sängerbund Badisch-Franken (SBF) und seinem Jubiläum in Osterburken, das vom Ablauf her zweigeteilt war. In der Pfarrkirche St. Kilian begann der erste Teil mit dem Einzug der Fahnenabordnungen, musikalisch untermalt von Niklas Käfer an der Orgel. Für die beiden Pfarrer Kurt Wolf (katholisch) und Thomas Schnücker (evangelisch) war dies ein friedensstiftendes Zeichen. Die Abordnungen der Vereine sorgten zudem für eine erfreulich gut gefüllte Kirche. Chöre haben seit Generationen großes geschaffen, sind Stimmen für die Welt und die Regionen. Getragen von Einigkeit und Harmonie haben sie das Leben miteinander und füreinander geprägt. Musik ist ein Geschenk Gottes, dem man sich nicht entziehen kann. Nach der Fahnensegnung erklang der „Festchoral“ von den Gesangvereinen Hüngheim und Osterburken. SBF-Präsident Wolfgang Runge betonte in seiner Begrüßung, dass der Verband gegründet wurde um erlebbare Gemeinschaft zu stiften und das solle auch in Zukunft so bleiben.
Dem „Amen, Amen“ von den Männerchören der Sängergruppen 1 und 2 folgte ein allgemeines Totengedenken durch den Vizepräsidenten Hubert Heffele. Nach „Vom Flügel eines Engels berührt“ von den Chören Hüngheim/Osterburken und den von Hubert Heffele vorgetragenen Fürbitten wurde vor dem abschließenden Segen noch gemeinsam gebetet. „Das Morgenrot“ von den Männerchören beendete die kleine ökumenische Feier. Von Niklas Käfer an der Orgel wurden die Fahnen aus der Kirche geleitet. Von hier aus ging es dann unter Vorantritt des Fanfarenzugs der Stadt Osterburken zur Baulandhalle.
Auch hier führte Hubert Heffele durch das Programm, der seine Moderationen immer wieder mit Ausflügen in die Geschichte des SBF und seine aktuellen und zukünftigen Ziele und Aufgaben ergänzte. Sein Credo war dabei: Lasst uns gemeinsam feiern und ein paar gemütliche und musikalische Stunden verbringen! Selbstverständlich wurden auch Grußworte gesprochen. Wolfgang Runge betonte dabei, dass an diesem Abend ausschließlich Chorformationen aus eigenständigen Chören auftreten werden, die sich speziell zu diesem Anlass formiert und gemeinsam geprobt hatten. Man wolle damit Gemeinschaft, Einigkeit und Eintracht demonstrieren.
Bürgermeister Jürgen Galm bestätigte als „Hausherr“ dem SBF eine langjährige und große kulturelle Leistung. Der SBF ist für ihn als Teil des gesellschaftlichen Lebens aus der Region nicht wegzudenken. In Osterburken selbst haben Gesang und Musik eine gute und gelebte Tradition und nach den
Oratoriums-Aufführungen in Tauberbischofsheim und Wertheim ist man an der „Wiege“ des SBF, gegründet 1876 in Sindolsheim, sehr gerne Gastgeber dieses Festaktes. Gesang ist für ihn mehr als nur ein schönes Hobby, er stiftet Identität auch unter Menschen unterschiedlichen Alters und über große Entfernungen hinweg.
Für den 1. Landesbeamten des Neckar-Odenwald-Kreises Dr. Björn-Christian Kleih, er vertrat nicht nur „seinen“ Landkreis sondern auch Heilbronn und den Main-Tauber-Kreis, ist der SBF seit 150 Jahren auf der Seite der „Guten“, denn es werden Lieder gesungen. Der Verband ist gesund, unabhängig davon, dass der Musik eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt wird. Was fasziniert hat und erstrebenswert erscheint hat der SBF für ihn praktiziert. Neben der Liebe zur Musik und dem Erhalt der bisherigen Ziele wünschte er ihm vor allem einen positiven Blick in die Zukunft.
Der Präsident den Badischen Chorverbands (BCV) Hans Jürgen Pütsch freute sich zunächst darüber, dass er wieder einmal an einem „richtigen“ Festumzug teilnehmen durfte. Alleine schon dafür wird ihm der SBF immer in bester Erinnerung bleiben. Die mitwirkenden Chöre haben seine Erwartung bestätigt mit Überzeugung könne man hervorragende Arbeit verbinden. Aus der Sicht des BCV geradezu vorbildlich auch der SBF als Rückgrat der Chorlandschaft. Im Dachverband sei man auf solche Regionalverbände angewiesen. Im vorliegenden Fall sei dies sicherlich auch mit ein Verdienst des SBF-Präsidenten Wolfgang Runge. Sein Dank galt auch den einzelnen Landräten und Landkreisen für die Unterstützung. Dem SBF übereichte er zum Jubiläum eine entsprechende Urkunde.
Hilde Berner, die Vorsitzende des Sängerkreises Buchen, bestätigte: Singen verbindet, macht Freude und spendet Trost, auch über Grenzen hinweg. Als „Nachbar und kleiner Bruder“ wünschte sie de SBF für seine Verbandarbeit weiterhin ein gutes Gelingen und wie bisher eine gute Zusammenarbeit. Dem schloss sich auch Günter Krieger vom Chorverband Hohenlohe an, für den Chorgesang ein Gemeinschaftsgefühlt vermittelt, das sonst zu schnell verloren geht. Musik kennt keine Vorurteile, sie ist eine internationale Sprache mit ungebrochener Akzeptanz. Sein Appell: Haltet durch und bleibt dabei!
Den gesanglichen Teil des Abends eröffnete der „Chor der Schule am Limes“. Kinder „entführten“ die Zuhörer in „194 Länder“ und fragten frei nach Nena nach „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ und untermalten auch noch beide Lieder mit entsprechenden Gesten. Die gemischten Chöre aus Sindolsheim, Bofsheim und Berolzheim forderten „Come together“ und wohl kaum ein anderes Lied hätte da besser gepasst. Das Publikum klatschte begeistert mit. Etwas nachdenklicher danach, ja fast schon zum Träumen verleitend, „Wunder gescheh´n“. Die gemischten Chöre aus Merchingen, Oberwittstadt und Unterkesssach schwärmten von „Wie schön erscheint mir die Natur“ mit der Melodie von „Amazing Grace“ und sorgten mit „Ich wollte nie erwachsen sein“ für eine nachdenkliche Stille im Saal.
Eine eindeutige Aufforderung ließen danach die gemischten Chöre aus Buch am Ahorn und Kupprichhausen erklingen: „Sing mit mir“! Und mit „Butterfluy“ erinnerten sie an die 70er Jahre mit hör- und sichtbaren Auswirkungen auf das Publikum. Von „Weit, weit weg“ erzählten anschließend die gemischten Chöre aus Sennfeld, Ballenberg, Korb und Leibenstadt und mit „Danke für die Lieder“ hatten sie gleich zwei Ohrwürmer jeweils als Chorsatz und mit einem sehr großen Gesamtchor beeindruckend vorgetragen. Alle gemischten Chöre der Sängergruppe 2 hatten sich für besinnliche und nachdenkliche Beiträge entschieden: Zur „Abendruhe“ kam noch der Kanon „Dona nobis pacem“ und dabei wurde einmal mehr das Publikum beim Singen miteinbezogen.
Ganz egal wohin es uns zieht, „Was bleibt, ist unser Lied“ stellten abschließend die Männerchöre der Sängergruppen 1 und 2 fest und als verdiente Zugabe das Verhalten der Natur und Gott „Am kühlenden Morgen“. Abschließend bedankten sich Wolfgang Runge und Hubert Heffele bei allen Mitwirkenden, Verantwortlichen und Gästen für ihre Teilnahme an diesem Festakt. Ihr besonderer Dank ging dabei an die zahlreichen helfenden Hände rund um die Veranstaltung, ohne die diese in dieser Form nicht möglich gewesen wäre.
erha

Von den über 70 Vereinen des Sängerbundes Badisch-Franken waren über 30 mit ihren Fahnen vertreten

Die Männerchöre der Sängergruppen 1 und 2 wirkten beim ökumenischen Festgottesdienst mit

Der Chor der Schule am Limes bildete den Auftakt in der Baulandhalle

Zum Auftritt haben sich grundsätzlich Singgemeinschaften gebildet.

Die gemischten Chöre der Sängergruppe 2 bezogen das Publikum bei ihrem Liedvortrag mit ein

Von links: Hubert Heffele (1. Vizepräsident SBF), Dr. Björn-Christian Kleih (1. Landesbeamter Neckar-Odenwald-Kreis), Jürgen Galm (Bgm. Osterburken), Hilde Berner (Sängerkreis Buchen), Wolfgang Runge (Präsident SBF), Hans Jürgen Pütsch (Präsident BCV), Günter Krieger (Chorverband Hohenlohe), Kurt Wolf (Kath. Pfarrer) und Thomas Schnücker (Ev. Pfarrer).
Projektchor zur 150-Jahre-Feier des Sängerbundes

Der Projektchor hat geprobt und nun zweimal eine wirklich gute Aufführung hingelegt. Der Bericht dazu ist unten zu lesen. Für alle Interessierten ist hier der Link auf die Bilder der Aufführungen in Tauberbischofsheim und in Wertheim und unsere beiden Solisten. Zusätzlich habe ich von der Solistin einige Bilder der Solisten mit dem Komponisten Bert Ruf erhalten, die natürlich auch dort gezeigt werden. Die Bilder stammen von Anton Hammerich, Reinhard Haas, der Solistin Susanne Oehm-Henninger und von mir selbst.
Genug der Worte: Zu den Bildern in der Magenta-Cloud geht es hier.
Viel Spaß wünscht euch Ali
Das gesamte Ensemble bei der Aufführung des Oratoriums „Der barmherzige Samariter“ am 21. März 2026 in der Bonifatiuskirche in Tauberbischofsheim
Das gesamte Ensemble bei der Aufführung des Oratoriums „Der barmherzige Samariter“ am 22. März 2026 in der Stiftskirche in Wertheim.
Seit 150 Jahren pflegt der Sängerbund Badisch-Franken (SBF) den Gesang und die Musik und ist zwischen Main und Jagst als Regionalverband für aktuell etwa 70 Gesangvereine zuständig. Grund genug, dieses Jubiläum auch entsprechend zu feiern. Dazu gehörte es auch in Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Dirigenten Bert Ruf und unter dessen Leitung das von ihm komponierte Oratorium „Der barmherzige Samariter“ einzuüben und aufzuführen. Zum extra dazu gebildeten etwa 50-köpfigen Projektchor (Sängerinnen und Sänger aus den Mitgliedschören und weitere Interessierte) kamen dann noch Mitglieder des Jugendsinfonieorchesters Bad Mergentheim und als Solisten Susanne Oehm-Henninger (Mezzosopran) und Simon Müller (Bariton).
Mit der Bonifatiuskirche in Tauberbischofsheim und der Stiftskirche in Wertheim konnten bei zwei Aufführungen der mittlere und der nördliche Teil des SBF berücksichtigt werden. Der südliche Teil ist dann am mit einer Festveranstaltung am 24.04.26 in der Baulandhalle in Osterburken an der Reihe.
Das Oratorium begann mit einer Ouvertüre vom Orchester geradezu feierlich und machte die Besucher auf den weiteren Verlauf einfach neugierig. Das musikalische Thema dieser Ouvertüre wiederholte sich dann teilweise noch in zwei separaten Interludien. Aufgeteilt in Kapitel und mit wechselndem Zusammenwirken aller Beteiligten wurden die Zuhörer auf das eigentliche Thema, der biblischen Geschichte vom barmherzigen Samariter, vorbereitet. Dabei stellte sich noch einmal heraus, dass die Zusammenarbeit, egal in welcher Formation oder Konstellation und in jeglicher Hinsicht einfach fehlerfrei und sprichwörtlich im Takt funktionierte.
Auch im zweiten Teil, hier ging es in der Hauptsache um die bekannte Geschichte. Es wechselten sich Chor, Orchester, Sopran und Bariton gekonnt ab, wobei die Solisten mehr „erzählten“, Chor und Orchester mehr für den musikalischen Hintergrund sorgten, auch im Interesse der Dramaturgie, also Überfall, Ignoranz durch einen Priester und einen Leviten, denen der Tempeldienst wichtiger war, und der Hilfe durch einen Mann aus Samaria, der sich auch um die Versorgung des Überfallenen kümmerte.
„Wer von den dreien ist der Nächste gewesen, dem der ausgeraubt worden war?“ Mit dieser Frage begann der dritte Teil und dieser gipfelte in einem großen Finale mit allen Beteiligten und der in diese österliche Zeit passenden Aufforderung: „So gehe hin und tu desgleichen. Halleluja!“
War während den Aufführungen, auch in den kleinen Pausen zwischen den Kapiteln, in den Gotteshäusern die vom Dirigenten gewünschte Stille, so forderte der jeweilige Schlussapplaus einfach eine Zugabe und diese wurde auch in beiden Fällen spontan gegeben, mit dem sich steigernden finalen Kapitel und der bereits oben erwähnten Aufforderung oder etwas anders ausgedrückt: Nächstenliebe ist immer besser als purer Egoismus.
erha
Jahreshauptversammlung des SBF
Die Jahreshauptversammlung des Sängerbundes Badisch-Franken (SBF) am vergangenen Sonntag in der Mandelberghalle Dertingen wurde von der Gruppe „Vocalis“ des ausrichtenden Gesangvereins Liederkranz Dertingen unter der Leitung von Julia Simny mit dem Lied „Mambo“ (Arr. Oliver Gies) eröffnet.
Die besonderen Grußworte des Präsidenten Wolfgang Runge galten danach dem Wertheimer Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez, Ortvorsteher Bernhard Schneider, dem Vizepräsidenten des Badischen Chorverbands (BCV) Wolfgang Denecke, SBF-Ehrenpräsident Gerhard Fischer, allen Ehrenmitgliedern und natürlich den Vertretern der zum SBF gehörenden Vereine. Sein Dank vorneweg galt dem Liederkranz Dertingen für die Organisation und Durchführung der Veranstaltung vor Ort.
Das Totengedenken durch den Vizepräsidenten Hubert Heffele galt allen verstorbenen Mittgliedern des Sängerbundes, besonders jedoch dem ehemaligen Bundeschorleiter Dieter Bender und dem ehemaligen Vorsitzenden der Sängergruppe 2 (Boxberg), Dieter Weber. Der Chor sang dazu das irische Segenslied „Möge die Straße uns zusammenführen“.
Oberbürgermeister Herrera Torrez betonte in seinem Grußwort, dass diese Haauptversammlung als Auftaktveranstaltung im Jubiläumsjahr eine besondere Ehre für die Stadt Wertheim, den Ort Dertingen und den ausrichtenden Gesangverein Liederkranz sei. Er überbrachte die Grüße der Großen Kreisstadt Wertheim, die selbst eine große Chorlandschaft habe. 150 Jahre sind für ihn nicht nur Geschichte sondern auch Auftrag für die Zukunft. Chöre bauen Brücken, für eine Stadt an zwei Flüssen (Tauber und Main) nicht nur ein Wortspiel. Gesang kann Leben verändern, wirkt ausgleichend und inspirierend zugleich. Die Politik könnte sich dies durchaus zum Vorbild nehmen. 150 Jahre SBF sind für ihn 150 Jahre Freude am Gesang, der Musik und Förderung der Kultur.
Für Ortsvorsteher Bernhard Schneider ist Dertingen nicht nur die Gemeinde mit dem nördlichsten Punkt des Bundeslands Baden-Württemberg, sondern auch ein Ort mit einem regen Vereinsleben, der sich auch traditionell dem Weinbau verschrieben hat.
Präsident Wolfgang Runge bedankte sich in seinem Bericht bei allen Mitgliedern des Präsidiums für die hervorragende Zusammenarbeit, das auf einem gegenseitigen Vertrauen basiert. Er selbst hat den SBF nicht nur bei den unterschiedlichsten Terminen innerhalb des Sängerbundes sondern auch beim BCV vertreten. Er verwies auch auf die gute Zusammenarbeit mit den Nachbarverbänden Hohenlohe, Buchen und Mosbach, mit denen man sich regelmäßig austauscht. Ein guter Kontakt zu den Vereinen ist für ihn das A und O einer fruchtbaren Vereinsarbeit, im Interesse aller Beteiligten.
Die Bundeschorleiterin Annemarie Moser erinnerte in ihrem Rückblick an die beiden Stimmbildungsseminare in Dittwar und Lauda und an den Projektchor, der aktuell noch für das Oratorium „Der barmherzige Samariter“ (mit Orchester, Komponist und Dirigent Bert Ruf) probt. Die Aufführungstermine sind: Samstag, 21. März 2026, 19.00 Uhr, Bonifatiuskirche Tauberbischofsheim und Sonntag, 22. März 2026, 17.00 Uhr, Stiftskirche Wertheim.
Die Bundesschriftführerin Claudia Wieland verlas zunächst satzungsgemäß das Protokoll der letzten Hauptversammlung 2024 in Dittwar, mit damals eingegangenem Antrag auf Änderung des Verbandsnamens. Das Präsidium hat sich in seinem Geschäftsraum in Boxberg, inzwischen Schweigern, in 13 Sitzungen mit den verschiedensten Themen um Vereine und deren Problemen befasst. Sie bat um eine schnellere Meldung von personellen Veränderungen in den Vereine an das SBF-Präsidium.
Bundesschatzmeister Gerhard Kaiser konnte danach einen im Vergleich von vor zwei Jahren leicht gestiegenen Kassenstand vermelden. Zum Ende dieses Jahres dürfte aber davon wieder einiges fehlen: das Jubiläum wird wohl seinen Preis haben. Immerhin kommt zu den beiden Oratoriums-Terminen noch am 24. April 2026 die Jubiläumsveranstaltung in Osterburken Die Kassenprüfer Jutta Mark und Werner Vogt bescheinigten ihm jedenfalls eine geradezu vorbildliche Kassenführung. Die daraufhin beantragte Entlastung des Schatzmeisters und des gesamten Präsidiums wurde einstimmig erteilt.
BCV-Vizepräsident Wolfgang Denecke überbrachte nicht nur die Grüße dieses Dachverbandes, er versuchte auch mit seinem Impulsvortrag „Aufgaben und Verantwortung von Vereinsvorständen“ ein nicht immer einfaches Thema möglichst kurz zu erläutern. Ein Vorstand ist immer das Gesicht eines Vereines, er vertritt ihn nach außen und organisiert nach innen das Vereinsleben. Er ist verantwortlich für die exakte Protokollierung und die Finanzen mit der entsprechenden Dokumentation. Für ein Ehrenamt gibt es zwar keine offizielle Vergütung, für das Vereinsvermögen ist man aber verantwortlich. Eine Zusammenarbeit in der Vorstandschaft ist Teamarbeit mit einer klaren Aufgabenverteilung. Dabei ist eine regelmäßige Fortbildung im Finanz- und Vereinsrecht wichtig. Über allem steht die Verantwortung. Sorgfalt, ein gesunder Menschenverstand ein hohes Maß an Eigenverantwortung erleichtern die Vereinsarbeit. Sein gesamter Vortrag steht selbstverständlich auch in vollem Wortlaut zur Verfügung und kann bei Bedarf oder auf Wunsch angefordert werden.
SBF-Ehrenpräsident Gerhard Fischer zeichnete danach als Wahlleiter für die Neuwahl des gesamten Präsidiums verantwortlich. Auf einstimmigen Beschluss wurde dabei auf eine geheime Wahl verzichtet und somit per Handzeichen gewählt. Das SBF-Präsidium setzt sich in den kommenden beiden Jahren zusammen aus: Präsident: Wolfgang Runge (Mondfeld); 1. Vizepräsident Hubert Heffele (Osterburken); 2. Vizepräsidentin und damit neu besetzt Mechthild Geiger (Tauberbischofsheim); Bundeschorleiterin Annemarie Moser (Oberwittstadt); Bundeschatzmeister Gerhard Kaiser (Mondfeld); Bundesschriftführerin Claudia Wieland (Wertheim) und Bundespressereferent Reinhard Haas (Oberlauda). Jutta Mark und Werner Vogt werden weiterhin die Kasse prüfen.
Mit „Oh Shanandoah“ (Satz Lorenz Meierhöfer) leitete der Chor zum eingegangenen Antrag auf Namensänderung des Verbands über. Dieser Antrag war den Vereinen mit den entsprechenden Erläuterungen und Hintergrundinformationen bereits mit der Einladung zugegangen und eine zeitraubende Diskussion somit nahezu ausgeschlossen. Im Ergebnis sprach sich eine überwiegende Mehrheit für die Änderung des Verbandsnamens in „Chorverband Badisch-Franken“ aus. Die Satzung wird in den kommenden beiden Jahren überarbeitet und aktualisiert, einschließlich der einzelnen Funktionsbeschreibungen. Die neue Satzung wird vor der nächsten Hauptversammlung (05. März 2028 im Bereich der Sängergruppe 2, Boxberg) rechtzeitig an die Vereine verschickt, deren Vertreter dann darüber mehrheitlich und endgültig abstimmen.
Mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Badisch-Franken“ (Toni Zeller) endete die Hauptversammlung des Sängerbundes Badisch-Franken 2026.
erha

Das Bild zeigt von links: Gerhard Kaiser (Bundesschatzmeister), Claudia Wieland (Bundesschriftführerin), Reinhard Haas (Bundespressereferemt), Wolfgang Runge (Präsident), Annemarie Moser (Bundeschorleiterin), Hubert Heffele (1. Vizepräsident) und Mechthild Geiger (2. Vizepräsidentin).



